SV Zwochau gewinnt Heinz-Fischer Pokal

Die besten Teams der Talk-Point Kreisliga West ermittelten in einem spannenden Turnier den Gewinner des begehrten Pokals. Nach 2010 ging der Pokal zum zweiten Mal nach Zwochau.

Der Erfolg des momentanen Spitzenreiters der Kreisliga war in jedem Fall verdient. Der SV Zwochau blieb in allen Spielen ohne Punktverlust und geriet in fünf Spielen nur zweimal in Rückstand. Mit einem Torverhältnis von 17:4 marschierte Zwochau durchs Turnier und sorgte in einem an Toren armen Turnier wenigstens ab und an für Jubel. Ausgerechnet zum 35. Jubiläum des traditionsreichsten Turnier im Delitzscher Raum gab es einen Minusrekord an Zuschauer. Nur etwa 120 Zuschauer verloren sich förmlich im Kultur und Sportzentrum Delitzsch, die Siegerehrung erlebte kaum die Hälfte der Zuschauer, denn nach dem Ausscheiden „ihrer“ Teams verließen die enttäuschten Fans das KSZ.

Der Turniersieger war ohnehin nach seinem guten Abschneiden bei den“ Westmeisterschaften“ des Kreises Nordsachsen in der Favoritenrolle. Im Auftaktspiel bezwang man Lissa durch zwei Treffer von Benjamin Hey und je einen von Ronny Nestripke und Paul Hecht bei einem Gegentor von Dennis Angermann zum 3:1 am Ende mit 4:1. Noch ärger erwischte es im nächsten Spiel der Zwochauer den SV Wölkau. Auf der Anzeigetafel stand nach 12 Minuten ein 5:0. Die Schützen waren erneut Hecht und Nestripke, sowie der mitspielende Torwart Sascha Jericke und zweimal Benedikt Gansczyk.. Die Zwochauer wechselten mit Sascha Jericke, sobald sie im Angriff waren einen fünften Feldspieler ein. Durch diesen zusätzlichen Anspielpunkt erlangten sie Vorteile und fanden die entsprechenden Lücken im Abwehrverband des Gegners. Doch dass dieses System auch verwundbar ist zeigte im letzten Gruppenspiel der LSV Mörtitz. Der LSV fand im gesamten Turnier nie richtig ins Spiel, doch als sie einen Schuss von Jericke abblockten, schalteten sie blitzschnell und Henryk Ruhnow erzielte die überraschende Führung. aber die Zwochauer zeigten sich wenig beeindruckt und schafften durch robert Ohlig, Gansczyk und Tommy Burchardt noch ein 3:1. Spannend wurde es um Platz in dieser Staffel. Mörtitz und Wölkau trennten sich nach Toren von Ruhnow für Mörtitz und Marcel Bettzüge für Wölkau leistungsgerecht 1:1. danach überraschte der SV 90 Lissa den LSV Mörtitz. Mit hohem läuferischen Aufwand und fairen Einsatz beeindruckten die 90er ihren Gegner. Max Zieschang mit einem tollen Solo und Maik Schmelzer per Kopf nach feiner Vorarbeit von Chris Völkel sorgten für ein 2:0. Nun entschied das abschließend Gruppenspiel zwischen Lissa und Wölkau über den Halbfinaleinzug. Wieder eröffnete Zieschang früh den Torreigen für Lissa und es folgte ein über 10 Minuten dauernder Sturmlauf der Wölkauer, doch die scheiterten immer wieder an Torhüter Erik Kretschmann und seinem Vorderleuten und an ihrer schlechten Chancenverwertung. Erst 30 Sekunden vor der Sirene schaffte Stefan Schuster den Ausgleich, doch dem SV 90 Lissa reichte dies für Platz 2 in der Gruppe A

  1. Zwochau9 Punkte
  2. Lissa4
  3. Wölkau2
  4. Mörtitz1

In der Gruppe B gab es keinen Favoriten, denn die Laußiger hatten bei der „Westmeisterschaft“ enttäuscht, waren aber diesmal mit einem stärkeren Aufgebot angereist. Spröda war mit einem ordentlichen Aufgebot zur Stelle und Selben kam schließlich als Pokalverteidiger mit stolzer Brust und dazu die Zschortauer mit einer sehr jungen ehrgeizigen Truppe. Zum Auftakt ein torloses 0:0 zwischen Selben und Laußig, denn keiner riskierte etwas. Dann besiegte Spröda die Zschortauer mit 1:0 durch ein Tor von Robert Laue der eine feine Kombination krönte. es folgte ein Kampfspiel zwischen Zschortau und Laußig, in dem viel provoziert und ausgeteilt wurde. trotz entsprechender Strafen gab es kaum ein Einsehen. Dies war keinesfalls der erwünschte Hallenfußball. Nach einer schnellen Führung von Laußig durch Tore von Patrick Küster und Sebastian Matner konterte Zschortau durch Tore Florian Stubbe und ihres Torwartes Sebastian Wünsch zum Ausgleich. Beide wollten und brauchten den Sieg. Verbissen wurde um das nächste Tor gekämpft. Matner war der Schütze des 3:2 für laußig und gegen nun sich aufgebend Zschortauer schossen noch einmal Matner und Stefan Picknick die weiteren Tore im mit 5:2 torreichsten Spiel. Im nächsten Spiel brachte sich der Pokalverteidiger Selben wieder ins Gespräch. Mit viel Ruhe und Übersicht bezwang man Spröda mit 2:1. Christian Trodler und Thomas Wille trafen für den Sieger und Sascha Tynchenko traf für Spröda. Im Spiel gegen Laußig waren die Sprödaer aber dann wieder hellwach und holten nach Toren von  Robert Laue und Maik Tost bei einem Gegentreffer von Patrick Küster die nötigen drei Punkte zum Halbfinaleinzug. Jetzt entschied das Duell der Ortsnachbarn Zschortau und Selben über den 2. G Gruppenplatz für Selben oder Laußig. Da der SV laußig das bessere Torverhältnis hatte, mußte Selben unbedingt punkten. Leidenschaftlich und vor allem fair wurde gekämpft. Zuerst knipste Zschortaus Hüter Sebastian Wünsch, dann glich Florian Schuchert für Selben aus. Doch erneut brachte Wünsch seine Truppe in Führung. unter dem Jubel der Grün-Weißen Anhänger schaffte dann pierre Cichon abermals den Ausgleich und die Halbfinalteilnahme winkte. Doch alle Träume machte Christian Schubert zunichte. Mit einer Dirktannahme versenkte er in der letzten Minute den Ball im Selbener Gehäuse zum 3:2 Sieg und die Laußiger rückten ins Halbfinale

Gruppe B

  1. Spröda6Punkte
  2. Laußig46:4 Tore
  3. Selben44:4
  4. Zschortau 3

Ins ersten Halbfinale gegen Laußig ging der spätere Pokalsieger mit gemischten Gefühlen und kassierte schnell das 0:1 durch Sebastian Matner. Doch dann wurde es das Spiel von Sascha jericke. Immer wieder wurde er freigespielt und machte von seiner Schusskraft Gebrauch. Michael Günther, als bester Hüter des Turniers geehrt hatte viel zu tun und gab sein Bestes. Doch dreimal schlugen wahre Raketen von Jericke bei ihm ein. das 3.1 entsprach auch dem Spielverlauf.

Im zweiten Halbfinale hatte es Spröda wesentlich leichter gegen Lissa. Diese hatten in der Vorrunde alles gegeben, mussten zudem auf den verletzten Völkel verzichten und hatten kaum Chancen Für Spröda trafen zum 3:0 Andre Kuhne, Johann Bonnert und Maik Menzel. das Strafstoßschießen um Platz 3 sah dann aber die Lissaer als 3:2 Sieger . Für Lissa trafen Sven Wittig, Maik Schmelzer und Max Zieschang, während für Laußig  nur Michael Günther und Sebastian Matner trafen.

In einem spielerisch guten Finale sicherte sich Zwochau durch ein 2:1 den Pokal. Die Führung hatte erneut Sascha Jericke besorgt, der mit insgesamt fünf Treffern die Torjägerkrone einheimste.. aber Maik Menzel schaffte bald den Ausgleich für Spröda und es keimte die Hoffnung den Zwochauern eine Niederlage beizubringen. Dies war im Vorjahresfinale auch den Selbener Grün-Weißen gelungen. Doch in diesem Jahr gaben sich die Zwochauer keine Blöße, schafften durch Benedikt Gansczyk die erneute Führung und brachten diese clever über die Zeit

Fair-Play-Liga

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