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Heinz Fischer Pokal der Talk- Point Kreisliga West SV Grün- Weiß Selben gewinnt Turnier Über 300 Zuschauer, nach einer geringeren Resonanz in den letzten Jahren, im Kultur und Sportzentrum Delitzsch sahen eines der besten Turniere in der über 30 jährigen Geschichte dieser Veranstaltung. Und keiner brauchte sein Kommen zu bereuen. Packende Spiele mit zum Teil nicht erwarteten Ergebnissen, rassige und vor allem faire Zweikämpfe, sehenswerte Spielzüge mit erfolgreichem Abschluss und genau so herausragende Torwartparaden begeisterten die Fans von Selben bis Mörtitz, welche die Spiele besonders honorierten.
In der 31. Auflage errang der alleinige Rekordteilnehmer (23) Grün- Weiß Selben seinen zweiten Turniererfolg. Allerdings mussten die Selbener Fans 16 Jahre auf diesen zweiten Erfolg warten. Der Erfolg der Grün- Weißen kam überraschend, denn auf der Favoritenliste standen die Selbener keinesfalls. Aber sie wurden von Spiel zu Spiel stärker und hatten den besten Schützen des Turniers, Michael Linke und den besten Torwart, Oliver Werner, in ihren Reihen. Vor allem überraschte die Partie des Torhüters. Er zeigte, als sonstiger Stürmer, unerwartete Reflexe und tolle Paraden. Doch die waren auch bei Sebastian Fischer (Mörtitz) und Maik Sudau (Glesien) zu sehen, aber in der Spieleröffnung und sogar im erfolgreichen Torabschluss hatte Oliver Werner eindeutig den Vorteil. Bei den Mörtitzern brillierte der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnete Patrick Rohrbach mit seinen Ideen und Pässen. Anspruch auf diesen Titel meldeten sicher auch berechtigt andere Spieler an, doch die Mörtitzer erreichten Dank Rohrbach das Finale… Das finale war der würdige Abschluss des Turniers. 5:2 für Selben, das erscheint eine klare Sache, doch dem war nicht so. Michael Münch brachte zwar den späteren Sieger in Führung, doch Marcel Hartsch und Michael Schrader hatten plötzlich den LSV in Führung gebracht. Das Geschehen wogte auf und ab, bis schließlich ein Hinterhaltschuss von Oliver Werner im Mörtitzer Kasten einschlug. Dann schaffte Michael Linke sein viertes Tor und setzte sich allein an die Spitze der Torjäger. Gegen die nun voll offensiv spielenden Mörtitzer nutzten Morris Maulitz und Patrick Lau zwei Gelegenheiten zum verdienten Turniererfolg. Dabei hatte es für die Grün- Weißen schlecht begonnen, denn gegen einen der Favoriten, den FSV Glesien, kassierten sie eine 0:4 Klatsche, doch dann kippten sie in einem dramatischen Match die Rackwitzer mit einem 3:2 Erfolg aus dem Turnier. In diesem Spiel holten sie zweimal einen Rückstand auf. Im ihrem dritten Spiel ging es um den Einzug ins Halbfinale, gegen Spröda gelang ein 2:0 Erfolg, Nun wartete im Halbfinale der bis dahin brillierende ESV Delitzsch II. Geschickt engten die Selbener den Spielraum der Eisenbahner ein und konterten hervorragend. Robin Kunze und Morris Maulitz sorgten für die 2:0 Führung und der überragende Oliver Werner wurde nur vom Torwart der Eisenbahner, Christian Teresniak bezwungen. Also Finaleinzug für Grün- Weiß. Der Gegner Mörtitz zitterte sich ins Finale!. Nach einem 1:0 Erfolg gegen Jesewitz, führte man auch gegen Zschortau mit 1:0, doch kurz vor Spielende gelang Christoph Behrens der Ausgleich. Gegen den ESV Delitzsch II gelang dann trotz gutem Spiels kein Punktgewinn, so dass nur vier Punkte in der Vorrunde zu Buche standen. Im letzten Vorrundenspiel hatte also die SG Zschortau durchaus die Chance mit den Mörtitzern nach Punkten gleich zu ziehen. Dazu bedurfte es einen Sieg der Zschortauer gegen Jesewitz und mindestens zwei Tore Vorsprung. Doch die Jesewitzer wehrten sich mit einem bravourös haltenden Marcel Apitzsch und wurden zusätzlich von den Mörtitzer Fans unterstützt. Die Zschortauer schafften nur einen Treffer durch Patrick Handke und kassierten praktisch mit dem Schlusspfiff noch den Ausgleich durch Tom Weigel. Kompliment an die Jesewitzer, die zur gleichen Zeit mit einer Mannschaft bei einem anderen Turnier (als Pokalverteidiger) teilnahm. Das Aufgebot in Delitzsch spielte jedenfalls bemerkenswert mit. Also Habfinale für Mörtitz gesichert. Im Halbfinale traf man auf den FSV Glesien, der ähnlich souverän wie der ESV Delitzsch durch die Vorrunde gegangen war. Dabei zelebrierten die Glesiener teilweise Hallenfußball vom Feinsten. Sie ließen dem bereits erwähnten 4:0 gegen Selben ein allerdings schwer erkämpftes 3:1 gegen Spröda folgen. In diesem Spiel nutzte Andre Kuhne eine Zeitstrafe für Glesien mit dem Führungstreffer für Spröda und die Glesiener kamen erst auf die Siegesstrasse als Stefan Kühnel eine Zeitstrafe der Sprödaer zum Ausgleich nutzten konnte. Gegen die Rackwitzer schafften die Glesiener dann ein 2:0, wodurch die Rackwitzer als einzige Mannschaft ohne Punktgewinn blieben. Die Rackwitzer hielten zwar in allen Begegnungen spielerisch mit, hatten oft sogar Vorteile, doch sie brachten das Runde einfach nicht ins Eckige. Auffallend ihr Hang zum Aluminium, welches sie mehr als jede andere Mannschaft anvisierten. Aber im Halbfinale stotterte dann die Glesiener Angriffsmaschine. Offenbar hatten die Jungs des LSV Mörtitz nun die richtigen Gegenmittel gefunden und Marcel Hartsch schaffte das entscheidende Tor gegen den Pokalverteidiger, als er plötzlich mit der Pike abzog und alle Glesiener überraschte. Gruppenergebnisse Staffel I Delitzsch – Zschortau 3:0, Mörtitz – Jesewitz 1:0, Delitzsch – Jesewitz 5:0, Zschortau – Mörtitz 1:1, Delitzsch – Mörtitz 3:1, Zschortau – Jesewitz 1:1 Staffel II Spröda – Rackwitz 1:0, Glesien – Selben 4:0, Selben – Rackwitz 3:2, Glesien – Spröda 3:1, Glesien – Rackwitz 2:0, Selben – Spröda 2:0 Halbfinals Selben – Delitzsch 2:1, Mortitz – Glesien 1:0 Strafstossschießen um Platz 3 Glesien – Delitzsch 3:2 Finale Selben – Mörtitz 5:2
Torschützenliste Michael Linke Selben 4 Tore Alexander Bernhardt Delitzsch 3 Daniel Zahn Delitzsch 3 Morris Maulitz Selben 2 Stefan Kühnel Glesien 2 Christian Jericke Glesien 2 Lars Seelig Glesien 2 Oliver Kraske Glesien 2 Marcel Hartsch Mörtitz 2 Jan Smykalla Delitzsch 2 Tim Klingner Delitzsch 2
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