Am 14.08.2021 war es im Rahmen des Nordsachsenligaspiels zwischen dem FSV Blau-Weiß Wermsdorf und dem FSV Oschatz zu Vergehen von Zuschauern gegenüber einem Oschatzer Spieler gekommen.

Das Sportgericht des NFV unter dem Sportrichter Michael Frommhold mit seinen Beisitzern Norman Wehner und Stefan Schlesinger fasste im Sportgerichtsverfahren gegen den FSV Blau-Weiß Wermsdorf am 12. Januar 2022 nach fortgesetzter mündlicher Verhandlung ein Urteil. Vorausgegangen waren umfangreiche Ermittlungen und die Vernehmung mehrerer Zeugen.

Der FSV Blau-Weiß Wermsdorf wurde wegen grob unsportlichen Verhaltens von Zuschauern zu einer Geldstrafe von 800 Euro verurteilt, die zur Hälfte auf Bewährung ausgesetzt worden und mit baulichen Auflagen verbunden ist. 

Das Sportgericht sieht es als erwiesen an, dass ein Oschatzer Spieler von einem Zuschauer mit Bier bekippt worden ist und den Ball an den Kopf geworfen bekam. Am Vorwurf einer rassistischen Beleidigung eines Zuschauers gegenüber dem Spieler verblieben auch nach der Gesamtwürdigung aller Tatsachen und Beweisergebnisse Zweifel, sodass nach dem Grundsatz in dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten – zu entscheiden war. Der betroffene Spieler selbst stand trotz umfangreicher Bemühungen des Sportgerichts nicht als Zeuge zur Verfügung. 

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ralph Mothes

Geschäftsführer

Fair-Play-Liga

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